Eines ist sicher, Maisprach ist immer ein Besuch wert. Sanft zwischen den Tafeljurahügeln eingebettet liegt Maisprach an sonniger Lage, am Abhang des Sonnenbergs, auf einer Höhe von 377 Meter über Meer. Mit einer Gesamtfläche von 506 Hektaren ist Maisprach die nördlichste Gemeinde im Kanton Baselland. Unsere aargauischen Nachbardörfer sind Magden, Möhlin und Zeiningen. Auf Baselbieter Boden sind es die Gemeinden Buus und Wintersingen. Maisprach hat zur Zeit fast 1000 Einwohner.

 

Der Weinbau in Maisprach hat Tradition. Darauf deuten auch die beiden Trauben im Gemeindewappen hin. Die ersten urkundlichen Eintragungen von Rebbestand in Maisprach gehen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Vom Klima begünstigt, nahm der Weinbau im Laufe der Zeit auf unseren kalkhaltigen Böden stetig zu, was ca. 1840 mit einer Rebfläche von 27 Hektaren in einen Rekord mündete. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ging dann allerdings der Rebbau stark zurück, nicht zuletzt infolge Auftretens gefährlicher Krankheiten wie der falsche Mehltau oder Reblaus - ein besonders hartnäckiger Schädling.

Nach der Regulierung des Rebgeländes durch die Gemeinde ab 1932 nahm die Fläche langsam wieder zu. Es folgten viele Neuanpflanzungen bei denen man erstmals  auf die Pfropfreben der Rebschulen umstellte. Anfänglich wurde praktisch nur Blauburgunder angebaut. Die Sortenvielfalt nahm allerdings zu.

 

Heute ist Maisprach nach Aesch das zweitgrösste Weinanbaugebiet in der Region Basel. Auf einer Fläche von fast 15 Hektaren verteilen sich ca. 10,4 Hektaren Blauburgunder, ca. 1 Hektar Diolynoir, 0,8 Hektar Cabernet Dorsa, 0,6 Hektar Riesling x Silvaner, 0,5 Hektar Kerner, sowie ca. 1 Hektar aus diversen Weissweinsorten wie Chardonnay, Gutedel und Bianca, u.a.